pvc weichmacher

Polyvinylchlorid (PVC) ist ein Kunststoff, der für viele industrielle Zwecke eingesetzt werden kann. In seiner reinen Form ist das PVC jedoch spröde und hart. Erst durch den Zusatz weiterer Stoffe kann das Material geformt und genutzt werden. Im Alltag kennt man das PVC von Produkten wie Kabelummantelungen, Kreditkarten oder Fußbodenbelägen. Da PVC im Vergleich zu Polyethylen oder Polypropylen nur schwer entflammbar ist, wurde es auch häufig zur Herstellung von Kinderspielzeug eingesetzt. Allerdings ist diese Verwendung durch die Notwendigkeit der Weichmacher nicht mehr üblich. Dabei geht die fruchtbarkeitsschädigende Wirkung allein von dem Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) aus. Dieser Stoff kann besonders in Kinderspielzeugen durch ­Mesamoll oder Hexamoll ersetzt werden, denen bislang keine gesundheitsschädliche Wirkung nachgewiesen werden konnte. Hexamoll dient sogar als Weichmacher für Lebensmittelverpackungen.

Die genannten Weichmacher werden bei der Produktion des PVCs dem Kunststoff beigemischt und haften anschließend an den Molekülen an. Durch diese lockere Verbindung kommt es mit der Zeit zu einem Verlust des Weichmachers. Der Kunststoff wird wieder spröde. Mit einer teureren Herstellungsmethode ist es auch möglich, die Weichmacher so mit dem PVC zu verbinden, dass sie sich nicht wieder lösen können. Diese innere Weichmachung funktioniert mit Stoffen wie Maleinsäure, Methylvinylether, Ethen oder Acrylsäuremethylester.

Weichmacher lassen sich allerdings nur vollständig vermeiden, wenn man auf Produkte aus PVC verzichtet. Polyethylen oder Polypropylen sind die entsprechenden Ersatzkunststoffe, die ohne Weichmacher auskommen und dennoch weich und formbar sind. Die möglicherweise gefährlichen Phthalate, wie das Diethylhexylphthalat sind zwar in der EU in Beißringen für Säuglinge unter Beobachtung, doch ein konkretes Verbot des Stoffes gibt es selbst für diese Produktgruppe nicht. Lediglich eine seit 1999 regelmäßig um drei Monate verlängerte Maßnahme hindert europäische Firmen am Gebrauch der Phthalate. Beim Kauf von Kinderspielzeug sollte man daher stets auf die Kennzeichnung achten, wenn man diesen Weichmacher umgehen möchte. Obwohl jährlich über fünf Millionen Tonnen (5,5 Mio. t in 2004) Weichmacher produziert werden, konnte bisher noch nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass tatsächlich eine Gefahr besteht.

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  1. Es ist sehr still hier, warum hinterlässt du nicht eine Antwort?